NEUER Patientenbericht

Homöopathie bei Tieren

Abszess-Behandlung

von Carol Seiler

Daisy* wurde mir am 24.7.17 mit einem grossen Abszess links am Hals zur homöopathischen Anamnese vorgestellt.

Bereits im Juni 2017 leidete Daisy unter einem akuten Schub der chronischen Hufrehe. Diese wurde medikamentös vom Tierarzt behandelt. Die labordiagnostische Analyse ergab zudem einen Selenmangel. So wurde Daisy’s Mangel mit einer Seelenspritze substitutioniert.

Ob nun der Abszess aufgrund der Injektion kam, ist nicht mehr mit Sicherheit nach vollziehbar.

Daisy stand neben ihrer Freundin im Auslauf und schaute mich etwas skeptisch an. Der Abszess nicht zu übersehen! Zu diesem Zeitpunkt hat der Abszess bereits die Grösse einer Faust angenommen. Die Absonderungen eiternd, wässrig aber nicht stinkend. Die Austrittsteile war wegen den vielen Absonderungen nicht klar ersichtlich.

Daisy liess erstaunlicherweise Berührungen zu. Obwohl die Haut sehr gereizt und stark gedehnt war, durfte man die Schwellung auch mit leichtem Druck berühren.

Das Allgemeinbefinden von Daisy war etwas reduziert. Sie frass und trank noch, doch war sie etwas schlapp und wirkte laut Besitzer abwesender als sonst. Daisy sei sonst ein freches, aufmerksames Pony.

Inzwischen belastete Daisy zwar wieder alle Füsse gleich, lief aber noch etwas vorsichtig. So mussten wir während der ganzen Behandlung Daisy’s Zustand sehr genau beobachten. Um die Situation richtig zu erfassen, führte ich eine ausführliche medizinische Allgemeinuntersuchung durch. Daisy hatte weder Fieber noch andere Auffälligkeiten und so gaben wir ihr am 24.7.17 die passende homöopathische Arznei. Die Aufgabe der Besitzer war es, Daisy’s Zustand genau zu beobachten, Temperatur regelmässig zu messen und den Abszess dreimal täglich mit Calendula Tee zu spülen.